{"id":26,"date":"2012-07-19T23:49:12","date_gmt":"2012-07-19T21:49:12","guid":{"rendered":"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/?p=26"},"modified":"2012-07-20T15:03:38","modified_gmt":"2012-07-20T13:03:38","slug":"grundlagen-der-datenverschlusselung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/?p=26","title":{"rendered":"Grundlagen der Datenverschl\u00fcsselung"},"content":{"rendered":"<p>Verschl\u00fcsselung ist ein Prozess der Klartextdaten so ab\u00e4ndert, dass diese nur<br \/>\nnoch durch autorisierte Benutzer mit dem entsprechenden Entschl\u00fcsselungsschl\u00fcssel gelesen werden k\u00f6nnen.<br \/>\nHistorische Verschl\u00fcsselungsverfahren bezogen sich dabei haupts\u00e4chlich darauf,<br \/>\nden Verschl\u00fcsselungsalgorithmus selbst geheim zu halten. Heutzutage sind diese aber durch Reverse Engineering ermittelbar, so dass man meist Public Domain Algorithmen verwendet und sich auf den Schutz der Schl\u00fcssel selbst konzentriert (<strong>Kerckhoff Prinzip<\/strong>).<\/p>\n<p>Je gr\u00f6\u00dfer die Schl\u00fcssell\u00e4nge N eines Verschl\u00fcsselungsalgorithmus, desto gr\u00f6\u00dfer<br \/>\nist der Schl\u00fcsselraum (2^N als Menge aller m\u00f6glichen Schl\u00fcsselwerte); jedes zus\u00e4tzliche Bit in der Schl\u00fcssell\u00e4nge verdoppelt dabei den Schl\u00fcsselraum.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich kann jeglicher Verschl\u00fcsselungsalgorithmus durch das Durchprobieren aller Schl\u00fcssel des Schl\u00fcsselraumes\u00a0 geknackt werden, man spricht hierbei auch von einem <strong>Brute Force Angriff<\/strong>. In der Regel ist ein solcher Angriff bei der H\u00e4lfte des Schl\u00fcsselraumes erfolgreich.<\/p>\n<p>Beispiel: Eine 128-Bit Schl\u00fcssell\u00e4nge hat einen Schl\u00fcsselraum von 2^128 m\u00f6glichen<br \/>\nSchl\u00fcsselwerten.Ein Brute Force Angriff sollte daher bei ca. 2^127<br \/>\ndurchprobierten Schl\u00fcsselwerten erfolgreich sein.<\/p>\n<p>Je leistungsf\u00e4higer die f\u00fcr den Brute Force Angriff verwendete Hardware ist, desto<br \/>\nschneller kann der Schl\u00fcsselraum durchsucht und der Schl\u00fcssel geknackt werden.<br \/>\nZiel ist also, einen geeigneten Algorithmus mit <strong>hinreichend gro\u00dfer Schl\u00fcssell\u00e4nge<\/strong><br \/>\nzu verwenden, der zu einer unzweckm\u00e4\u00dfig <strong>langen Dauer bei Brute Force Angriffen<\/strong> f\u00fchrt und <strong>keine Schw\u00e4chen<\/strong> gegen\u00fcber weiteren kryptografischen Angriffen aufweist, <strong>die ein eventuelles Abk\u00fcrzen durch den Schl\u00fcsselraum erlauben.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Weitere empfohlene Eigenschaften f\u00fcr einen Verschl\u00fcsselungsalgorithmus sind<br \/>\n<strong>variable Schl\u00fcssell\u00e4ngen<\/strong> und Ausnutzung des\u00a0 <strong>Avalanche-Effekts<\/strong>: kleine<br \/>\nAbweichungen im Klartext \u2013 f\u00fchren zu gro\u00dfen \u00c4nderungen im chiffrierten Text.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/?attachment_id=27\" rel=\"attachment wp-att-27\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-27 aligncenter\" title=\"Verschl\u00fcsselung\" src=\"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Verschl\u00fcsselung.jpg\" alt=\"\" width=\"328\" height=\"191\" srcset=\"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Verschl\u00fcsselung.jpg 455w, http:\/\/lkl-it.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Verschl\u00fcsselung-300x174.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Generell unterscheidet man bei Verschl\u00fcsselung zwischen <strong>symmetrischen<\/strong> und<br \/>\n<strong>asymmetrischen<\/strong> Verschl\u00fcsselungsverfahren, die je nach verwendetem<br \/>\nAlgorithmus entweder im Block- oder Stromverschl\u00fcsselungsmodus arbeiten:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Blockchiffren:<\/strong> Hierbei wird der Klartext in <strong>Bl\u00f6cke fester Gr\u00f6\u00dfe<\/strong> (z.B. 64-Bit bei DES) eingeteilt &#8211; fehlende Ausgangsbits werden mit Padding aufgef\u00fcllt. Jeder Block wird dann unabh\u00e4ngig von den anderen verschl\u00fcsselt\/entschl\u00fcsselt. Dies ist der am h\u00e4ufigsten verwendete Modus und wird z.B. in DES, 3DES, AES und RSA verwendet.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\u00a0<strong>Stromchiffren<\/strong>: Hierbei wird je nach Ausgangstext in einer Art Strom Bit-, Byte- oder Zeichenweise jedes Element einzeln verschl\u00fcsselt. Stromchiffren werden z.B. bei den Rivest Ciphern \u2013 wie RC4 eingesetzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Literatur zum Thema:<\/p>\n<p>Vgl. TU Bergakademie Freiberg: \u201eGeschichte der Kryptographie\u201d.<br \/>\n(abgerufen am 9. September 2011).<br \/>\n<a title=\"Geschichte der Kryptografie\" href=\"http:\/\/www.mathe.tu-freiberg.de\/~hebisch\/Kryptographie\/Geschichte.html\">Geschichte der Kryptografie<\/a><br \/>\nVgl. Watkins, Michael; Wallace, Kevin: \u201eCCNA Security\u201c, S. 456-457.<br \/>\n<a title=\"CCNA Security\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Security-Official-Certification-640-553-Guides\/dp\/1587202204\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1342734691&amp;sr=8-1\">CCNA Security<\/a><br \/>\nVgl. Sheer, Klaus: \u201eKryptologie\u201d.(abgerufen am 9. September 2011).<br \/>\n<a title=\"Kryptologie\" href=\"http:\/\/www.fh-friedberg.de\/users\/secunet\/secudes.html \">Kryptologie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verschl\u00fcsselung ist ein Prozess der Klartextdaten so ab\u00e4ndert, dass diese nur noch durch autorisierte Benutzer mit dem entsprechenden Entschl\u00fcsselungsschl\u00fcssel gelesen werden k\u00f6nnen. Historische Verschl\u00fcsselungsverfahren bezogen sich dabei haupts\u00e4chlich darauf, den Verschl\u00fcsselungsalgorithmus selbst geheim zu halten. 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