{"id":591,"date":"2013-11-15T18:18:35","date_gmt":"2013-11-15T16:18:35","guid":{"rendered":"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/?p=591"},"modified":"2013-11-15T19:18:08","modified_gmt":"2013-11-15T17:18:08","slug":"dnssec-domain-name-system-security-extensions","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/?p=591","title":{"rendered":"DNSSEC \u2013 Domain Name System Security Extensions"},"content":{"rendered":"<p>Das origin\u00e4re DNS-Protokoll zur Aufl\u00f6sung von Namen in IP-Adressen bietet keinerlei Sicherheitsmechanismen und ist deshalb anf\u00e4llig gegen\u00fcber Man-In-The-Middle, Spoofing und DNS-Cache Poisoning Angriffen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Schwachstelle Client &#8211; DNS Server<\/span><br \/>\nEin Angreifer kann sich z.B. bei einer DNS Abfrage\u00a0 eines Clients zwischenschalten und ihm eine gef\u00e4lschte Antwort auf den DNS-Query liefern (z.B. eine IP-Adresse die ihn an einen anderen Rechner lenkt), noch bevor ihm sein eingetragener DNS Server antwortet.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Schwachstelle DNS Server zu DNS Server<\/span><br \/>\nDer Angriff kann auch dadurch erfolgen, dass der Verkehr zwischen zwei DNS-Servern manipuliert wird, indem ein weiterer gef\u00e4lschter Record in eine Antwort eingeschleust wird, f\u00fcr die der sendende DNS Server eigentlich nicht autoritativ ist.<br \/>\nDer empfangende DNS Server nimmt\u00a0 den gef\u00e4lschten Record dann evtl. in seinen Cache auf und leitet die ihn selbst anfragenden Clients dann an die gef\u00e4lschte Zieladresse weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/?attachment_id=593\" rel=\"attachment wp-att-593\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-593 aligncenter\" title=\"AttackingDNS\" src=\"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/wp-content\/uploads\/AttackingDNS.jpg\" alt=\"Attacking DNS Infrastructures\" width=\"522\" height=\"304\" srcset=\"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/wp-content\/uploads\/AttackingDNS.jpg 715w, http:\/\/lkl-it.de\/blog\/wp-content\/uploads\/AttackingDNS-300x175.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 522px) 100vw, 522px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Gegenma\u00dfnahmen<\/span><br \/>\n<strong>DNSSEC<\/strong> ist eine aktuelle Protokollerweiterung, welche die DNS Sicherheit durch Datenintegrit\u00e4t und Ursprungsbeweis \u00fcber Signaturmechanismen deutlich ausweiten kann.<br \/>\nDabei signiert der DNS-Server, der f\u00fcr eine Zone autoritativ ist, seine Zoneneintr\u00e4ge mit einem privaten Schl\u00fcssel.<br \/>\nAnfragende DNS-Server k\u00f6nnen dann, wenn sie mit dem korrespondierenden \u00d6ffentlichen Schl\u00fcssel (Trust Anchor bei DNSSEC genannt) ausgestattet wurden, die Zoneneintr\u00e4ge auf ihre Integrit\u00e4t und Unverf\u00e4lschtheit pr\u00fcfen.<br \/>\nIm Gegensatz zu den DNS-Servern k\u00f6nnen anfragende Endclients selbst keine DNSSEC Signierung pr\u00fcfen, sie m\u00fcssen sich dabei vollst\u00e4ndig auf ihren lokalen DNS-Server verlassen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Windows\u00a0Implementierung<\/span><br \/>\nZur Absicherung des Verkehrs zwischen Client und lokalem DNS-Server kommt in Windows Implementierungen eine spezielle IPSec-Richtlinie (siehe <a title=\"IPSec \u2013 Sicherer Kanal auf Layer 3\" href=\"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/?p=573\">IPSec <\/a>) zum Einsatz, die auf X.509 Zertifikaten basiert (Client mit Clientauthentifizierungszertifikat, DNS-Server hat spezielles Serverauthentifizierungszertifikat mit DNS EKU).<br \/>\nZus\u00e4tzlich kann ab Windows 7 ein Client explizit \u00fcber eine <strong>NRPT<\/strong>-Regel (Name Resolution Policy Table) so konfiguriert werden, dass er von seinem eingetragenen DNS Server auch nur solche Antworten annimmt, bei denen dieser eine DNSSEC Signaturpr\u00fcfung vorgenommen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/?attachment_id=603\" rel=\"attachment wp-att-603\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-603\" title=\"DNSecOnWindowsClientsJPG\" src=\"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DNSecOnWindowsClientsJPG.jpg\" alt=\"DNSSec Auf Windows Clients\" width=\"485\" height=\"166\" srcset=\"http:\/\/lkl-it.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DNSecOnWindowsClientsJPG.jpg 749w, http:\/\/lkl-it.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DNSecOnWindowsClientsJPG-300x102.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 485px) 100vw, 485px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Stand heute hat sich DNSSEC &#8211; vor allem auf Grund der nur langsam fortschreitenden Implementierung im \u00f6ffentlichen DNS Namespace &#8211; noch nicht weitgehend durchgesetzt.\u00a0 Ein weiterer Nachteil von DNSSEC ist, dass in Windows Umgebungen \u00c4nderungen an der signierten DNS-Zone nur noch manuell vom\u00a0 DNS-Administrator vorgenommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein durchaus\u00a0 sinnvoller PKI-gest\u00fctzter Einsatzrahmen in einem Unternehmen kann dagegen in Hochsicherheitsbereichen sein, bei denen nur eine eingeschr\u00e4nkte Menge an Clients eine Namensaufl\u00f6sung durchf\u00fchren muss.<\/p>\n<p>Vgl. Seshadri, Shyman; Lindsay, Greg: <a title=\"DNSSec Deployment Guide\" href=\"http:\/\/www.microsoft.com\/en-us\/download\/details.aspx?id=15204\">\u201eWindows Server 2008 R2 \u2013 DNSSEC Deployment Guide\u201c<\/a>.\u00a0 S.53-60.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das origin\u00e4re DNS-Protokoll zur Aufl\u00f6sung von Namen in IP-Adressen bietet keinerlei Sicherheitsmechanismen und ist deshalb anf\u00e4llig gegen\u00fcber Man-In-The-Middle, Spoofing und DNS-Cache Poisoning Angriffen. 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